News
25.05.2016, 23:05 Uhr
Investitionsprogramm für Kitas notwendig
Die Jugendstadträte der Bezirke Treptow-Köpenick und Neukölln fordern mehr Unterstützung für Kitas der Berliner Eigenbetriebe. Die Forderungen betreffen die Investition in Gebäude, den Fachkräftemangel und die Bezahlung der Fachkräfte. Ein Sanierungsstau von insgesamt 22 Millionen Euro, 70 unbesetzte Stellen und 500 Kitaplätze, die deshalb nicht zur Verfügung stehen: Das sind die Zahlen des Kitaeigenbetriebes SüdOst, der als kommunaler Kitaträger für Neukölln und Treptow-Köpenick zuständig ist. Gleichzeitig fehlen in beiden Bezirken Kitaplätze – in Neukölln bis Ende 2017 2.136 Plätze, in Treptow-Köpenick im gleichen Zeitraum ca. 2.000 Plätze.

Die Jugendstadträte Falko Liecke aus Neukölln und Michael Grunst aus Treptow-Köpenick haben heute im Rahmen einer Besichtigung betroffener Kitas davor gewarnt, die dringend notwendigen Investitionen weiter aufzuschieben. Gemeinsam fordern Sie ein Programm zur Stärkung der Berliner Kitaeigenbetriebe. Sie sehen dabei drei wesentliche Handlungsfelder:

      I.    Baulicher Investitionsbedarf

In jedem der beiden Bezirke besteht ein Investitionsbedarf von 11 Millionen Euro. Er reicht von kleinen Reparaturen wie die Erneuerung von Garderoben bis zur Instandsetzung ganzer Sanitäranlagen. Teilweise sind auch sicherheitsrelevante Bereiche wie die Sicherung von Terrassen oder der Brandschutz betroffen. Das Land Berlin muss schnellstmöglich die erforderlichen Mittel bereit stellen, um die Berliner Kitas zu sanieren. 

    II.    Vergütung der Beschäftigten

Im Wettbewerb um dringend benötigte Fachkräfte hat der Kitaeigenbetrieb aufgrund des geltenden Tarifrechtes oft das Nachsehen. Dies betrifft umso mehr bezirkliche Brennpunkte, in denen auch finanzielle Anreize dazu beitragen könnten, qualifizierte Beschäftigte zu finden. Liecke und Grunst schlagen vor, den Beschäftigten des Kitaeigenbetriebes schon zu Beginn der Beschäftigung eine Zulage (höhere Leistungsstufe und damit ein höheres Gehalt) zu gewähren. Damit könnte ähnlich zur Regelung bei angestellten Lehrerinnen und Lehrern die unzureichende tarifliche Vergütung verbessert werden. Das Land Berlin soll sich gleichzeitig für eine  spürbare tarifvertragliche Anhebung der Entgelte einsetzen. 

   III.    Ausbildung

Die Ausbildungszahlen für Fachkräfte reichen nicht aus. Liecke und Grunst wollen daher ein eigenes Ausbildungsinstitut für Erzieherinnen und Erzieher. Auf diesem Weg können Fachkräfte selber ausgebildet und im Anschluss an die Ausbildung besser gehalten werden. Dazu sollen sich alle Kitaeigenbetriebe des Landes Berlin zusammenschließen und gemeinsam ausbilden. Auszubildende sollen schon zu Beginn der Ausbildung eine Übernahmegarantie erhalten. 

Für den Neuköllner Jugendstadtrat Falko Liecke ist es höchste Zeit, dass etwas unternommen wird: „Die Berliner Kitas müssen mit gutem Beispiel voran gehen und wieder erste Wahl für Eltern und Kinder werden. Die Gebührenfreiheit ist da das vollkommen falsche Signal. Das ist keine Investition in Bildung, sondern das Gegenteil davon: Gut und besser verdienende Eltern werden um mehr als 60 Millionen Euro entlastet – während Kitaplätze fehlen und es von der Decke tropft. Ich habe lieber eine funktionierende Kita als eine billige.“

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
CDU Deutschlands CDU-Mitgliedernetz Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Hermann Gröhe Angela Merkel bei Facebook Hermann Gröhe bei Facebook
© CDU Fraktion Neukölln  | Startseite | Impressum | Kontakt | Inhaltsverzeichnis | Realisation: Sharkness Media | 0.21 sec. | 70372 Besucher